Ich glaub ich wollte euch noch über das Rennen berichten, hätte ich fast vergessen. Das war ein Erlebnis…
Ich als geborener Flachlandtiroler wollte schon immer einmal ein Bergrennen fahren. Aber wieso hab ich mir bloß das härteste Rennen ausgesucht? Und wieso hab ich nicht eine 3-fach Kurbel oder Kompaktkurbel montiert. Es fing alles so schön an. Wetter war überraschend genial, sonnig, nicht zu kalt und begleitet von 2 reizendenden Damen im Begleitfahrzeug. Ich war außerdem in dem Glauben, fit und genug trainiert zu haben. Nach dem Start ging es ja auch erstmal relativ eben mit ein paar Höhenmetern dahin. Die ersten sind losgerast, als wenn man ein normales Radrennen fährt. Die hatten teilweise 40 – 50 km/h drauf und schon bald merkte ich, dass es besser ist, dieses Tempo nicht mitzufahren. Somit teilte sich die Gruppe in mehrere Felder. Ich führte dann die Gruppe 2 an, das war aber auch der nächste Fehler, den ich machte. Aber zumindest war es ein geniales Gefühl, 40km lang die Pool Position zu haben, und bei den Abfahrten hängte ich manch einen aus der Verfolgergruppe ab. Doch dann wurde ich schnell, aus dem Traum gerissen. Denn die 48 Kehren zum Stilfserjoch rückten näher. Die Steigung war 10% und wir fuhren von 946 m auf 2757m hoch. Da wußte ich aber noch nicht, dass spätere Steigungen von 16-18% noch bevorstanden… (Weiterlesen …)
Tja, der Sommer ist vorbei und es scheint, als wenn der Winter vor der Türe steht. Anstelle Ski Fit Training im Studio, mach ich lieber ein paar längere Läufchen in freier Natur. Da ich nächtstes Jahr wieder mal den ein oder anderen Triathlon bestreiten will und auch sonst einige Pläne für härtere Radrennen geplant habe (genaueres gibts in Kürze – es ist aber nicht das RAAM!), habe ich zur Abwechslung mal beim München Marathon Anfang Oktober mitgemacht.War gut, aber ich glaube ich würde nie zu Fuß quer durch Amerika laufen, das mach ich lieber nochmal irgendwann mit dem Rad. So und jetzt werd ich den schönen sonnigen aber kalten Herbsttag nutzen und nochmals an der Isar laufen gehen.
Nun geht auch langsam das Trainingslager in Mallorca zu Ende und nächste Woche gehts zurück nach Deutschland. Dort werde ich aber weiter trainieren, um nochmals am letzten Schliff zu arbeiten. Viel Zeit zum Faulenzen und Relaxen bleibt da nicht, aber nach einem harten Trainingstag und einem erfolgreichen Campabschluss muss Zeit für ein kühles leckeres Erdinger Alkoholfrei sein. Das schmeckt hier nicht nur mir, sondern auch all den anderen Hannes Hawaii Tours Gästen, die es sich heute am Ruhetag nochmals richtig gut gehn lassen… Für mich und das Team ist dies ein weiterer wichtiger Meilenstein, denn nun steht die direkte Vorbereitungsphase an, und schon in wenigen Wochen fällt der Startschuss in Oceanside, CA.
Hier in Mallorca komme ich nun auch mal dazu längere Einheiten zu fahren. Die Trainingsbedingungen sind perfekt und da kann man schon mal 300km am Stück fahren. Nicht nur die Oberschenkel werden dadurch gut beansprucht, auch die Füße sind dankbar, dass ich verschiedene Radschuhe Dank Bernd und Anja Arentsen von Zweiräder Arentsen dabei hab, und u.a. bei langen Einheiten auch mal zwei Nummern größer trage. Schaut mal bei den beiden im Laden vorbei und laßt auch euch inspirieren und beraten, dass hab auch ich gemacht. So jetzt muss ich aber noch etwas Krafttraining machen, denn die Nackenmuskulatur und der Rücken wird auf dem Rad gut beansprucht und muss gekräftigt werden.
Diese Woche hatte ich bei meiner Nachtfahrt wirklich Schwein gehabt, denn fast hätte ich wegen einem Hasen einen Sturz gebaut. Plötzlich hüpfte der Kleine aus der Dunkelheit auf die durch den Regen schmierige Strasse und ich hätte mich deshalb fast lang gelegt. Aber ging ja nochmal alles gut und die Zerrung am Oberschenkel ist schon wieder fast weg. Wenn nicht Ostern vor der Türe stehen würde, hätte ich Hasenbraten aus dem kleinen Killer gemacht….
Ab jetzt ist Schluss mit Cappuccino Fahrten und Spaß haben, aber jetzt wird mal richtig trainiert. Lange Einheiten stehen ab jetzt an und darauf legt auch Susanne Buckenlei vom Professional-Endurance-Team, die die Trainingsbetreuung von mir macht, großen Wert. Dann werd ich wohl mal kräftig in die Pedale treten und einige Ketten und weitere Materialien dabei verschleißen. Gut, dass ich Messingschlager als Sponsor gewinnen konnte, der mir mit neuem Material ständig aushilft. So genug geschrieben, jetzt wird gefahren….
Nachdem ich bei meinem kurzen Zwischenstopp in München bei klirrender Kälte und Schnee langsam Sehnsucht nach der Wärme bekommen habe, wurde mir recht schnell nach der Ankunft in Mallorca klar, dass ich besser die Skatingausrüstung mitgebracht hätte. Aber das Wetter wird hier von Tag zu Tag besser, und schließlich kann man mit der richtigen Kleidung von Skinfit, den LagunaHealth Kühl- bzw. Wärmewesten und unter ständigen Kontrolle des Pulses mit einer SUUNTO Pulsuhr alles im Griff haben. In Amerika hab ich ja schließlich in den Rockies und der Wüste auch kein mediterranes Klima….
Nach 7 Wochen Fuerteventura gehts morgen für einen Tag nach Hause ins winterliche München bevor ich dann nach Mallorca fliege. Dort stehen vor allem lange Einheiten auf dem Programm, damit ich einfach noch einige Tausend Radkilometer in die Beine kriege. Außerdem freue ich mich sehr, dass ich ein weiteres Teammitglied begrüßen darf. Tanja Häfner wird direkt aus Südamerika einfliegen, um das Abenteuer RAAM hautnah miterleben zu können, und uns als Teammitglied tatkräftig zur Seite zu stehen. Wir freuen uns auf Dich Tanja!
Weitere Höhenmeter wurden in den letzten 2 Wochen hinter mich gebracht und auch einige Nachtfahrten hab ich gemacht. Dank Biestmilch hat mich mein Immunsystem nicht im Stich gelassen und dank AMSPORT Aminosäuren hab ich immer wieder schnell regeneriert und meine Muskeln waren fit für die nächsten knackigen Anstiege. Aber ohne mein ORBEA Rad wäre das alles gar nicht gegangen. Die letzte Woche auf Fuerte bricht nun an und ich versuche noch einige Berge mitzunehmen, bevor es dann nächste Woche nach Mallorca weitergeht. Dort werde ich vor allem lange Strecken am Stück fahren, um noch mehr Kilometer im Sattel zu verbringen. Wenn ihr dabei sein sollt, kommt ins Hannes Hawaiitours Triathlon Camp, dann kann ich euch auch mal als Guide begleiten.

